Montag, 13. Januar 2014

Meine Geschichte, Teil ... ?

In den vorherigen Posts habe ich ja immer mal wieder ein Bruchstück aus meinem aktuellen Leben erwähnt. Und ich glaube, man kann dadurch schon erahnen, wie sich meine Einstellung seit dem Beginn dieses Blogs verändert hat.

Trotzdem fragte ich mich gerade, ob ich mal wieder so einen Post schreiben sollte wie
damals am Anfang. Einfach erzählen, was inzwischen so alles passiert ist in meinem Liebesleben. Aber da kommt schon die erste Frage auf: was zählt denn nun alles zu "Liebesleben"? Wie eng befreundet muss ich mit jemandem sein, um ihm einen Namen zu geben in meiner Beschreibung? Sollte ich jeden Menschen erwähnen, mit dem ich einmal auf einer Party geknutscht oder gekuschelt habe? Oder jeden, bei dem ich es mir gewünscht habe?
Ich habe keine Antwort mehr auf diese Fragen. Die Grenzen verschwimmen immer weiter, und ich will nicht mehr definieren, wer es Wert ist, Teil meiner geschriebenen Geschichte zu sein. Ich möchte keine Rangfolge aufstellen müssen. Für mich ist jeder dieser Menschen wichtig. Kurze intensive Begegnungen sind nicht mehr oder weniger Wert als langsam aufgebaute Beziehungen oder distanzierte Freundschaften. Und wenn ich einfach alles erzählen wollte, was ich an zwischenmenschlicher Interaktion erlebt habe, dann müsste ich viel zu viel Zeit damit verbringen, in diesem Blog zu schreiben. Zeit, die mir dann zum Erleben wunderschöner menschlicher Nähe fehlen würde.

Deswegen werde ich es weiterhin so halten wie in den letzten Wochen: ich erwähne bestimmte Beispiele dann, wenn sie mich zu einem Gedanken angeregt haben, der einen interessanten Blogpost abgeben könnte. Das heißt nicht, dass die einzelnen Personen an sich weniger erwähnenswert sind, als es Rafael und Sascha zu Beginn dieses Blogs waren. Es sind nur einfach zu viele geworden, und ich möchte keine Auswahl nach "Wichtigkeit" treffen müssen. Keine Grenze ziehen müssen, wo meine Gefühle doch auch nicht begrenzt sind.

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Kommentare:

  1. Sehr schöner Text und mir geht es genau so. Mit einer Freundin von mir, zu der sich mehr in Richtung Romantik entwickelt, hatte ich erst gestern die Diskussion, was wir eigentlich jetzt genau haben und sind. Dabei sind wir irgendwann zu dem Punkt gekommen, dass wir uns selbst eigentlich gar keinen Namen geben wollen, es ist ein Ich-und-Du und es fühlt sich genau so gut an, wie es ist! :) <3

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    1. Schön zu lesen, dass es dir genauso geht :-)
      Ich freue mich immer wieder darüber, dass es doch schon ganz gut möglich ist, auf diese Definitionen zu verzichten. Dass ich meine Freunde zur Zeit vor allem in einem Umfeld finde, das eh schon an Polyamorie gewöhnt ist, macht es dabei sicherlich leichter.

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